Die Top 10 der Sehenswürdigkeiten in und um Krakow am See

Krakow am See ist eine beschauliche Stadt in der Nähe der Seenplatte, die geografisch im Herzen Mecklenburgs liegt. Der Ort selbst besticht mit seiner schönen Lage am Krakower See, interessanten Sehenswürdigkeiten und einer herrlichen Natur ringsum. Abgesehen davon eignet sich der zentrale Standort ideal als Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Tagesausflüge – ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln.

Lassen Sie sich von unserer Top 10 der Sehenswürdigkeiten in und um Krakow am See dazu inspirieren, die große Vielfalt der Region zu entdecken. Besichtigen Sie historische Gebäude, unternehmen Sie idyllische Spaziergänge oder tauchen Sie in verschiedenen Museen in das Leben vergangener Zeiten ein.

 

Bootsfahrten Krakow am See

 

1. Aussichtsturm auf dem Jörnberg

Der Aussichtsturm auf dem Jörnberg ist das Wahrzeichen von Krakow am See. Das Gebäude thront auf einem Hügel der gleichnamigen Halbinsel und wacht über die Krakower Seenlandschaft. Dadurch ist es nahezu von jedem Punkt des Ortes aus zu sehen. Gleichzeitig bietet der Turm die idealen Voraussetzungen für einen unvergesslichen Panoramablick. Mehr als 100 m über dem Meeresspiegel können Sie auf der 24,13 m hohen Plattform das faszinierende Labyrinth an Seen, Wäldern und Wiesen überblicken. Eingravierte Entfernungsangaben zu diversen Städten und den Polen geben zudem Orientierung und lassen die Gedanken in die Ferne schweifen.

2. Historischer Marktplatz mit Rathaus

Der Marktplatz von Krakow am See ist das Herz der Stadt. Damals wie heute gilt er als Austragungsort für zahlreiche Veranstaltungen und Festivitäten – wie etwa dem Wochenmarkt mit regionalen Produkten oder dem jährlichen Stadtfest. Aber auch sonst lohnt sich der Besuch. Denn der Platz beherbergt alle wichtigen historischen Gebäude: die Stadtkirche, mehrere Fachwerkhäuser, einen hübschen Springbrunnen und direkt gegenüber das Rathaus.

Das denkmalgeschützte Bauwerk wurde nach einem Brand im 19. Jahrhundert wieder errichtet und präsentiert sich seither im neugotischen Stil. Die weiße Fassade wird an den Kanten und Säulen von rotem Backstein kontrastiert – reiche Verzierungen runden das Gesamtbild ab.

3. Stadtkirche Krakow

Während eines Urlaubs in Krakow am See lohnt es sich, eine kurze Reise in die Vergangenheit zu unternehmen. Dazu besichtigen Sie am besten die Stadtkirche – das älteste und bedeutendste Bauwerk des Ortes.

Ursprünglich wurde das Gotteshaus im 13. Jahrhundert als dreischiffiger Hallenbau errichtet und lässt sich dem romanischen Stil zuordnen. Dieser zeichnet sich durch einen kompakten quadratischen Grundriss mit dekorativen Rundbögen aus. Die Spuren aus dieser Zeit finden sich vor allem in der Wandgestaltung des Chorraums wieder, die obendrein frühgotische Züge aufweist.

Aufgrund von zahlreichen Bränden musste die Kirche allerdings mehrfach saniert werden, was einige Umgestaltungen mit sich brachte. So stammen der Glockenturm und die barocke Ausformung zur einschiffigen Saalkirche aus dem 18. Jahrhundert. Das Highlight: der reich verzierte Altaraufsatz mit vielen Schnitzereien und Reliefs von 1708.

Im 19. Jahrhundert wurden sogar die Außenwände erneuert – im gotischen Spitzbogenstil. Damit gilt die Kirche als faszinierender Übergangsbau, der optisch mehrere Epochen in sich vereint.

4. Findlingsgarten auf dem Buchenberg

Rund um die Krakower Seenlandschaft gibt es mehrere Wanderwege, die Ihnen die Schönheit der Natur näherbringen. Viele davon – etwa die sogenannte Pilzroute – halten jedoch zusätzlich noch eine der Top 10 Sehenswürdigkeiten in und um Krakow am See bereit: den Findlingsgarten auf dem Buchenberg. Die 2013 errichtete Anlage veranschaulicht die verschiedenen Gesteinsarten, die sich während der letzten Eiszeit im norddeutschen Raum ablagerten. Dazu wurden schwere Steine entlang des Weges aufgestellt und mit Tafeln versehen, die über Herkunft und Alter informieren.

Nicht weit davon entfernt kann man die natürlich entstandene hügelige Endmoränenlandschaft bewundern. Die wallartige Aufschüttung von Gesteinsmaterial markiert die Stelle, bis zu der sich der skandinavische Gletscher während der Eiszeit erstreckte – die Erinnerung an ein grandioses Naturschauspiel.

Einen optimalen Blick auf den Findlingsgarten, die Stirnmoränenlandschaft sowie eine mächtige Rotbuche genießen Sie vom reetgedeckten Großen Pilz. Gemeinsam mit dem zweiten Rastplatz Kleiner Pilz hat dieser der Route ihren Namen verliehen. Letzterer besticht mit einer wunderschönen Aussicht auf den Krakower See.

Leuchtturm Plauer See

5. Leuchtturm Plau am See

Direkt vor Plau am See, wo die Elde einmündet, liegt der sogenannte Kalkofen – eine Promenade mit Restaurants, Hafen und Leuchtturm. Der Turm befindet sich am Ende des Stegs, der den Hafen einrahmt, und ist kostenfrei zugänglich. Seit 2012 ist der Bau fertiggestellt und für die Öffentlichkeit zugänglich. Er besitzt eine stolze Höhe von 13,5 Metern, sodass er bei der Einfahrt in die Müritz-Elde-Wasserstraße nicht zu übersehen ist. Auf diese Weise heißt er alle Bootsfahrer mit seiner imposanten Erscheinung willkommen. Der Leuchtturm erstrahlt in leuchtend roter Farbe mit weißen Akzenten, die die Holzfassade zieren.

Wer eine einmalige Aussicht genießen möchte, erklimmt die Aussichtsplattform in 8 Metern Höhe, die einen atemberaubenden Panoramablick über den Plauer See erlaubt. Dieser lädt geradezu ein, Fotos zu schießen. Von April bis Oktober haben Sie täglich zwischen 9 und 20 Uhr die Möglichkeit dazu, von November bis März nur freitags bis sonntags oder nach Absprache. Voranmeldungen sind für Gruppen möglich, wenn Sie sich an der Tourist Info Plau am See anmelden. Aus Sicherheitsgründen ist der Leuchtturm an stürmischen Tagen, bei Gewitter, Eis oder Schnee geschlossen.

Auf dem restlichen Gelände befinden sich neben dem Hafen noch einige Imbissstände und Ferienwohnungen. Die idyllische Umgebung lädt zum Verweilen ein und erlaubt einen ungestörten Moment in der Ruhe der Natur. Das maritime Flair verführt zum Bummeln und Entspannen.

6. Klosterdorf Dobbertin

Im Klosterdorf Dobbertin erwartet sie eine ganz besondere Atmosphäre. Im Mittelpunkt steht die denkmalgeschützte Klosteranlage, die auf einer Halbinsel des gleichnamigen Sees errichtet wurde. Gegründet wurde das Kloster vor mehr als 800 Jahren von Mönchen des Benediktinerordens. Dank konsequenter Sanierungen zählt die Einrichtung zu den besterhaltenen Klöstern in Mecklenburg-Vorpommern. Um mehr über die geschichtlichen Hintergründe zu erfahren, können Sie an einer der Führungen teilnehmen oder die Anlage auf eigene Faust erkunden.

Zu der mittelalterlichen Klosteranlage gehören die vier Klausurgebäude, inklusive besonderer Räumlichkeiten wie Refektorium, Dominahaus und Konventsaal. Über die Jahre wurden die weitläufigen Bauten mehrfach umgebaut, besitzen in ihrer Gesamterscheinung jedoch immer noch den antiken Charakter. Das zeigt sich insbesondere in den aufwendig gestalteten Kreuzgängen, die den Innenhof umfassen. Weiterhin wurden wichtige Nebengebäude erhalten, die Sie ebenfalls besichtigen können. Dazu gehören

  • mehrere restaurierte Damenhäuser,
  • das Pforthaus,
  • das Klosterhauptmannhaus,
  • das Küchenmeisterhaus sowie
  • das Brau- und Brennhaus.

Am besten zeigt sich der für die Zeit typisch gotische Baustil an der Dobbertiner Klosterkirche. Schon von Weitem fallen die beiden symmetrisch angeordneten Spitztürme, die nach oben hin ebenso spitz zulaufenden Maßwerkfenster sowie die stilvoll geschwungenen Spitzbögen über dem Haupteingang ins Auge.

Ein Besuch des Klosterfriedhofs rundet Ihre Klosterbesichtigung ab. Hier finden Sie mehr als 80 antike Grabsteine der ehemaligen Bewohner. Einige Schmuckstücke wie ein Granit-Grabstein oder der Sandsteinobelisk beeindrucken mit ihrer außergewöhnlichen Form. Anschließend können Sie sich bei einem Spaziergang durch die ca. 180 000 m2 große Parkanlage die Beine vertreten. Richtung Norden erreichen Sie bald das Klosterdorf, das den Garten halbkreisförmig umgibt. Im Westen liegt der Dobbertiner See.

7. AGRONEUM Alt Schwerin

In der Region um Krakow am See zählt das AGRONEUM in Alt Schwerin zu den Top Sehenswürdigkeiten. Das Freilichtmuseum ist aus einem fast vollständig erhaltenen Rittergut erwachsen und fügt sich damit authentisch in die wilde Landschaft des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide ein. Der Schwerpunkt liegt auf der landwirtschaftlichen Entwicklung Mecklenburgs von 1848 bis zur Gegenwart. Passend dazu können Sie dort eine originale DDR-Ausstellung zum Thema 5000 Jahre Landwirtschaft besuchen.

Das Museum umgibt das gesamte Dorf. Somit geben

  • die Gutsanlage mit Herrenhaus und Park,
  • verschiedene Wirtschaftsgebäude,
  • Landarbeiterhäuser,
  • die Dorfschule,
  • ausladende Speicher,
  • die Verwalterwohnung,
  • großzügige Stallanlagen,
  • die Kirche und
  • das umfassende Freigelände mit diversen Highlights

Struktur und fokussieren sich jeweils auf eigene Themenbereiche: von der Feldbestellung, über die Viehwirtschaft, bis hin zur Hoftechnik. Dadurch erwartet Groß und Klein ein abwechslungsreicher Besuch, bei dem sie die umfangreichen Sammlungen von antiken Gegenständen in ihrer entsprechenden Umgebung erleben können.

Unterhaltsame Führungen, der schicke Hofladen, die Gastronomie und besondere Veranstaltungen wie das internationale Dampftreffen, das Kürbisfest oder der Lichterglanz runden das Erlebnisangebot ab.

8. Alte Synagoge

Eine der außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten von Krakow am See ist die Alte Synagoge. Denn nur die wenigsten dieser Gebäude sind aufgrund der Reichspogromnacht heute noch erhalten. Damit gilt die Synagoge als wichtiges Denkmal der jüdischen Geschichte und ist politisch von großer Bedeutung. Gleichzeitig trägt sie zur Aufklärung bei, indem sie Besichtigungen ermöglicht. Die regelmäßige, öffentliche Nutzung bei Veranstaltungen sorgt außerdem dafür, dass das Bauwerk heute kulturell eingebunden wird und sowohl Besuchende als auch Einheimische zusammenbringt.

Mit mehr als 50 Einzelgräbern ist der unweit gelegene jüdische Friedhof ebenfalls sehenswert, auf dem zuletzt 1937 eine Beisetzung stattfand. Genau wie das Gebäude wurde dieser umfangreich instandgesetzt.

9. Wassermühle Kuchelmiß

Früher eine alte Wassermühle, heute ein Museum mit voll ausgestatteter Müllerwohnung: Auf dem Mühlengelände in Kuchelmiß können Sie einen informativen und entspannten Urlaubsnachmittag verbringen. Auf drei Stockwerken erfahren Sie hautnah alles über die altertümliche Verarbeitung von Getreide. Mit der Suche nach dem Mühlengeist und der Handmühle zum Ausprobieren wird dabei auch Kindern einiges geboten. Im Anschluss an Ihren Museumsbesuch genießen Sie ein warmes Getränk im Café auf der Mühleninsel.

 

Die 1791 erbaute Mühle zählte zu den wichtigsten Wirtschaftsgebäuden des nahen Schlosses, das jedoch 100 Jahre später wieder abgerissen wurde. Die Wassermühle selbst ist aber gut erhalten und steht heute unter Denkmalschutz. Darüber hinaus lässt sich dort wunderbar das Naturschauspiel an der Fischtreppe beobachten.

Um das Mühlengelände herum lädt das Naturschutzgebiet Nebeltal zu ausgiebigen Spaziergängen oder Fahrradtouren ein. Früher oder später kommen Sie auf dem Weg an dem nah gelegenen Wasserturm vorbei, ein weiterer besonderer Anblick in der wilden Landschaft.

10. Feldsteinkirche Bellin

In Bellin, ca. 12 Autominuten von Krakow am See entfernt, gibt es ein besonderes Gotteshaus zu erkunden: eine eindrucksvolle Feldsteinkirche im spätromanischen Baustil. Mit ihren unregelmäßigen Außenwänden, den schweren Holztüren und vielen Erkern wirkt sie ein wenig aus der Zeit gefallen. Dabei büßt sie jedoch keineswegs etwas von ihrer anmutigen Erscheinung ein. Darüber hinaus fügt sich ihre – vor allem im Vergleich zu gotischen Bauten – schlichte und natürliche Gestaltung harmonisch in die umliegende Natur ein. Das Highlight bildet aber ohne Frage der halbrunde Erkerturm an der östlichen Seite.

Auch im Inneren hat die Feldsteinkirche Bellin einiges zu bieten: von Wand- und Gewölbemalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert, über einen Altaraufsatz mit spätgotischen Schnitzereien aus dem 15. Jahrhundert und einem antiken Taufsteinbecken aus dem 16. Jahrhundert, bis hin zu einem steinernen Sarkophag aus dem 18. Jahrhundert.

Zusatz: die alte Schäferbuche

Wenn Sie in Krakow am See Urlaub machen, sollten Sie unbedingt einmal bei der Schäferbuche vorbeischauen. Der mehr als 250 Jahre alte Baum befindet sich in der Nähe von Dobbin und gilt als ideales Etappenziel einer entspannten Wanderung oder Fahrradtour. Mit ihren 8,5 m Stammumfang sorgt die Buche für einen imposanten Anblick und repräsentiert dabei die Stärke und Beständigkeit der Natur. Sie gehört zu den kräftigsten in ganz Europa und steht nicht ohne Grund unter Naturschutz. Gleichzeitig ist sie ein äußerst beliebtes Fotomotiv.